Häusliche DemenzbetreuungIn den letzten Jahren hat die Zahl der Menschen, die an einer Demenz leiden, stetig zugenommen. Ein Grund für die steigende Zahl der betroffenen Menschen ist die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung. Demenzerkrankungen nehmen mit dem Alter zu. Die Gestaltung der Beziehung zu einem demenziell veränderten Menschen stellt insbesondere die pflegenden Angehörigen häufig vor fast unlösbare Probleme. Es ist enorm schwierig, das Verhalten eines dementen Menschen zu verstehen und damit umgehen zu können. Pflegenden Angehörigen werden hier erhebliche psychische und physische Anstrengungen abverlangt. Allerdings wird dies von den Pflegepersonen häufig nicht realisiert. Dabei ist es dringend erforderlich, dass die Pflegepersonen auch an sich denken und regelmäßig regenerieren, bzw. ausspannen. Nur so können die schwerwiegenden Aufgaben auch über einen längeren Zeitraum ausgeführt werden. Durch eine ständige Überforderung besteht die Gefahr, dass die pflegenden Angehörigen von heute selbst die Pflegebedürftigen von morgen sein könnten. Wir möchten den pflegenden Angehörigen in dieser schwierigen Situation helfen und sie unterstützen. Hierfür wurde das Angebot einer häuslichen Demenzbetreuung entwickelt: Demenzkranke werden von speziell geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der gewohnten häuslichen Umgebung betreut. Die Kranken müssen ihr Zuhause nicht verlassen und müssen sich somit auf keine räumlichen Veränderungen einstellen. Diese gerontopsychiatrische Betreuung ist eine sinnvolle Ergänzung der bisherigen häuslichen Versorgung. Sie bedeutet eine erhebliche Unterstützung und Entlastung für die pflegenden Angehörigen: Sie können sich z.B. regelmäßig einen freien Nachmittag oder Abend zur Erholung oder Regeneration gönnen. Unsere Mitarbeiter führen in der Häuslichkeit Einzelbetreuung mit unterschiedlichen aktivierenden Ansätzen und tagesstrukturierenden Maßnahmen durch: - Biografiearbeit: Lebensgeschichte beachten
- Erinnerungsarbeit: erinnerungsaktivierende Gegenstände nutzen
- Förderung der Orientierung des unmittelbaren Wohnumfeldes
- Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
- Gedächtnistraining
- Kommunikation: Tageszeitung lesen
- Für ausreichende Bewegung sorgen: Spaziergänge
- Training von verlernten Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Die Kosten betragen 3,75 € je 15 Minuten. Pflegebedürftige, bei denen im Rahmen der Pflegeeinstufung ein erheblicher allgemeiner Betreuungsbedarf (z.B. Demenz) festgestellt wird, erhalten hierfür jährlich einen zusätzlichen Betreuungsbetrag in Höhe von bis zu 2400,-€. |