Ökumenische FördervereineBereits Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurden in unseren vier Ortsteilen die ersten Krankenpflegevereine gegründet. Damit wurde der Dienst der Krankenschwestern, der damals von Diakonissen und Nonnen geleistet wurde, finanziert. Die Vereine waren in ihrem jeweiligen Ort zuständig bzw. waren die alleinigen Träger der wichtigen Arbeit an den Alten und Kranken in der Gemeinde. Mit der Umwandlung in einen selbständigen Förderverein ist die Verwendung der finanziellen Mittel transparenter geworden. Gleichzeitig ist die Anbindung an die Zielsetzung der christlichen Kirchen auch weiterhin gewährleistet. Im Jahre 1977 übernahm die Diakoniestation Pfinztal e.V. die Verantwortung für die häusliche Krankenpflege für die Bürgerinnen und Bürger von ganz Pfinztal. Ein wichtiger Einschnitt markierte die Einführung der Pflegeversicherung Mitte der 90ger Jahre, wodurch sich die Aufgaben der Krankenpflegevereine erneut veränderte. Da es nicht mehr gesetzlich gestattet war, den Mitgliedern einen entsprechenden Nachlass zu gewähren, wurden die Krankenpflegevereine zum 1. Januar 2001 zu Fördervereinen umgewandelt, die auf ökumenischer Basis arbeiten. Mit dieser Änderung wurde auch die personenbezogene Unterstützung der Mitglieder umgestellt. Die Fördervereine unterstützen heute die vielfältigen Arbeiten der jeweiligen Kirchengemeinden. Damit ist es überhaupt möglich, den diakonisch / karitativen Auftrag innerhalb der Pflege zu erfüllen. Dazu gehören vor allem Aufwendungen, die von den Kranken- und Pflegekassen nicht übernommen werden, z.B.: telefonische oder persönliche Erstkontakte, Pflegeberatungsgespräche und Einsätze bei besonderen Situationen sowie Pflegeanleitung und Schnuppertage in der Tagespflege. Weiter übernehmen die Fördervereine ein Drittel der Kosten der Hospizarbeit. Ferner beteiligen sie sich an den sog. Investitionskosten, die rund zu einem Drittel übernommen werden. Deshalb lohnt sich nach wie vor die Mitgliedschaft in einem Förderverein. Damit wird die Solidarität für die alten und kranken Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserer Gemeinde zum Ausdruck gebracht. |