Podiumsdiskussion Rettungspaket Altenpflege

Die Situation in der Altenpflege ist kritisch. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigt. Pflegefachkräfte werden dringend gesucht. Leider wird die Arbeit der Pflegekräfte zu wenig wertgeschätzt. Die Pflege ist chronisch unterfinanziert.

Das muss sich endlich ändern!
Deshalb hat die Diakonie zum bundesweiten Aktionstag „Rettungspaket Altenpflege“ aufgerufen.
Am 12. Mai, dem internationalen Tag der Pflege wurde die Politik zu diesem Rettungspaket aufgefordert:

  • Würdevolle Pflege
    Bei einer guten und würdevollen Pflege stehen die Bedürfnisse und Wünsche des pflegebedürftigen Menschen im Mittelpunkt.
  • Familiäre Entlastung
    Die meisten pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause versorgt: Von Angehörigen, von Pflegediensten, von Nachbarn, Freunden und freiwillig Engagierten . Dieses Netzwerk braucht Unterstützung und Entlastung.
  • Gerechte Finanzierung
    Pflege ist viel wert – das muss sich auch in einer solidarischen Finanzierung zeigen: Durch angemessene Löhne für Mitarbeitende sowie gleiche Pflege für alle Menschen unabhängig von der Größe des Geldbeutels.
  • Attraktive Ausbildung
    Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt – und somit auch der Bedarf an Fachkräften. Höchste Zeit, in den Nachwuchs zu investieren und dafür zu sorgen, dass Pflegeberufe attraktiver werden.


Die Ökumenische Diakoniestation Pfinztal beteiligte sich an diesem Aktionstag mit einer Podiumsdiskussion:

Im Haus Edelberg in Pfinztal-Berghausen trafen sich Bürgermeisterin Nicola Bodner, der Bundestagsabgeordnete Axel Fischer (CDU), Heinrich Legleitner (Heimleitung, Haus Edelberg) sowie Franz Schäfer (1. Vorsitzender, Diakoniestation) und Tobias Stein (Verwaltungsleiter, Diakoniestation) um die kritische Situation der Pflege zu diskutieren.

Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion standen 2 Punkte: Der dramatische Fachkräftemangel und der hohe bürokratische Aufwand.

Letztendlich gingen die Punkte Anerkennung, Bezahlung und Zeit aus der Diskussion hervor. Axel Fischer versprach, die Gesprächsinhalte mit nach Berlin zu nehmen. Dort würden die Probleme wahrgenommen. Allerdings liege noch keine Patentlösung vor.

Am Schluss waren sich die Beteiligten einig, dass die Gesellschaft hinsichtlich des demografischen Wandels in der Verantwortung steht,  der man gerecht werden muss, ohne die junge Generation zu überfordern.


Herzlichen Dank an die Teilnehmer der Podiumsdiskussion und den Zuhörern für ihr Interesse!

 

 
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