Zusätzliche Betreuungsgruppe für demenzkranke Menschen

Die Ökumenische Diakoniestation Pfinztal hat in Berghausen eine weitere Betreuungsgruppe für dementiell erkrankte Menschen eröffnet. Zustande kam die Erweiterung des Leistungsangebots durch die Kooperation mit dem „Haus Edelberg “ sowie der Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pfinztal.

In der Kommune an der Pfinz gibt es statistisch die ältesten Bürger im Landkreis Karlsruhe. Mithin ist auch das Potenzial von Altersdemenz größer. Vor drei Jahren hat die Diakoniestation begonnen Demenz-Patienten zu Hause zu betreuen. In diesem Frühjahr wurde im „Haus Bühlblick“ bereits eine Demenzgruppe eingerichtet. Langfristig sei das Ziel, in jedem der vier Ortsteile eine Betreuungsgruppe für dementiell erkrankte Menschen anzubieten, sagte Bürgermeisterin Nicola Bodner. Bei der offiziellen Eröffnung der Gruppe in Berghausen in der Begegnungsstätte der Gemeinde Pfinztal „Im Akazienwäldchen“ wurden die zielführenden Überlegungen mit Weitblick gelobt.

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Siebenköpfiges Helferteam
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Der Vorstandsvorsitzende der Ökumenischen Diakoniestation Pfinztal, Franz Schäfer, bezeichnete das Miteinander der beiden Einrichtungen und der politischen Gemeinde im Wissen um die zunehmende Sen-iorenarbeit in der Gemeinde als bedeutsames Fundament. Für Gemeindeoberhaupt Nicola Bodner wirke die funktionale Dreier-Kooperation im Zeichen von Gemeinsinn, Offenheit und Toleranz. 

Der in Berghausen gemachte zweite Schritt bringe ein Abrücken von bisher egoistischem Verhalten zum Ausdruck, sagte Edelberg-Hausleiter Michael Matthes. Als gute und wichtige Sache stufte Maria Luise Zimmermann, die Pflegedienstleiterin der ökumenischen Diakoniestation, das Vorhaben und seine Er-weiterung ein.

Die Abteilung Demenz wird von Kristina Glesing geleitet. Ihr zur Seite steht ein siebenköpfiges ehren-amtlich tätiges Helferteam.  Der Ansatz in den Gruppen, in Berghausen mit aktuell acht Gästen und in Söllingen mit elf Gästen voll belegt, lautet „Was die Menschen noch können und Freude macht.“

Bei Liedern, Bewegung, Musik und Gedächtnistraining gelte es die Leute nicht mit ihren Defiziten zu konfrontieren, sondern versuchen ihre Fähigkeiten zu fördern.

Es gelte dabei das Gefühl „Ich kann noch etwas“ zu vermitteln, sagte Kristina Glesing. Passend dazu das Begrüßungslied „Froh zu sein bedarf es wenig“ im Kanon in den alle einstimmten.

Termine
Die Betreuungsgruppe in Söllingen trifft sich im „Haus Bühlblick“, Diakoniestraße 1, samstags von 10 bis 13 Uhr. Die Betreuungsgruppe in Berghausen in der Begegnungsstätte im „Haus Edelberg“, Im Akazien-wäldchen 2, trifft sich montags von 14 bis 17 Uhr.

Text und Foto: Emil Ehrler

 

 
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